„Auszeichnungen“ an BLD?

Es wirft grundlegende Fragen auf, mit welchen „Argumenten“ BLD es vermag, trotz substanzreicher und teils öffentlichkeitswirksamer Kritik – sei es durch etablierte Medien wie RTL, durch die präzisen Recherchen des investigativen Netzwerks Correctiv.org, durch eindringliche Erfahrungsberichte geschädigter Versicherter auf unfallopfer.de oder durch zahlreiche Stimmen tief enttäuschter ehemaliger Mitarbeitender auf kununu.de – wiederholt Auszeichnungen zu erhalten, die zumindest dem äußeren Anschein nach eine besondere fachliche Leistung oder Integrität suggerieren.

Dieser eklatante Widerspruch zur Wirklichkeit wird umso gravierender, wenn man berücksichtigt, dass im unmittelbaren Umfeld der geschäftsführenden Verantwortungsebene von BLD nachweislich strafrechtlich relevante Vorwürfe im Raum stehen – die teils bereits Gegenstand staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen geworden sind. Der Verdacht reicht von prozessual unlauteren Einflussnahmen bis hin zur bewussten Verwendung zweifelhafter Mittel im Kontext versicherungsnaher Mandate. Wir haben Fragen: Wer genau trifft die Entscheidung über solche Auszeichnungen? Wer verleiht sie? Wer unterschreibt? Nach welchen tatsächlichen Kriterien? Welche personellen Verflechtungen, wirtschaftlichen Abhängigkeiten oder strategischen Loyalitäten prägen diese Prozesse? Widersprüche in einem System, dessen Prämierungsmechanismen bislang im Schutz grauer Zonen operieren konnten.

Und am Ende stellt sich auch die Frage, ob solche Auszeichnungen tatsächlich Ausdruck neutraler fachlicher Exzellenz sind – oder ob die Verleihungen mitunter schlicht eine Frage der richtigen Netzwerke, der nützlichen Narrative und der passenden Budgets darstellen.