Update zum Thema BLD als Arbeitgeber

Kürzlich berichtete BLD-Kritik.de über die Zustände bei BLD in Bezug auf den Umgang mit den eigenen MitarbeiterInnen.

BLD sieht sich offenkundig mit erheblichen und tiefgreifenden Schwierigkeiten konfrontiert, qualifizierte und engagierte Juristinnen und Juristen für sich zu gewinnen – ein Umstand, der maßgeblich auf die von der Kanzleiführung zu verantwortende, seit Jahren nachhaltig beschädigte Außenwirkung zurückzuführen ist.

Diese negative Reputation manifestiert sich eindrucksvoll in den investigativen Berichten von RTL und Correctiv.org, sowie in den katastrophalen Bewertungen auf einschlägigen Arbeitgeberportalen wie Glassdoor, Kununu, Azur und Letzte-Instanz. Dort offenbaren sich systematische Defizite in Führung, Arbeitsklima, fachlicher Qualität und nicht zuletzt eine äußerst unattraktive, vielfach als unzureichend kritisierte Vergütung, die jede Ambition und Motivation zusätzlich erstickt.

Eine berufliche Laufbahn bei BLD stellt daher zunehmend nur eine Option für juristisches Mindestmaß dar: Bewerber, die mangels attraktiverer Alternativen bereit sind, sich mit begrenzten fachlichen Entwicklungsperspektiven, einer unterdurchschnittlichen Vergütung, vermutlicher systematischer Diskriminierung von Frauen sowie dem latenten Risiko einer mit der Arbeitsweise der Kanzlei untrennbar verbundenen Reputationsschädigung abzufinden.

Dieses Defizit an qualifizierten Fachkräften wirkt dabei in einem Teufelskreis auf die ohnehin prekäre Qualität der Rechtsvertretung zurück, was wiederum die Außendarstellung und Attraktivität der Kanzlei weiter schwächt – ein klarer Beleg für Führungsversagen in allen Bereichen der Organisation.

Angesichts dieser strukturellen Defizite erscheint die Entwicklung von BLD weniger als zufälliges Ergebnis einzelner Fehlentscheidungen, sondern vielmehr als Ausdruck eines systemischen Missmanagements, das tief in der Unternehmenskultur verankert ist. Solange es der Führungsebene nicht gelingt, durchgreifende Reformen einzuleiten, talentierte Juristinnen und Juristen langfristig zu binden und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sowohl fachlich als auch ethisch überzeugt, wird sich der Abwärtstrend fortsetzen – mit spürbaren Folgen nicht nur für die Mandanten, sondern auch für das Vertrauen in die anwaltliche Integrität insgesamt.

Es bleibt zu hoffen, dass BLD den Ernst der Lage erkennt und die notwendigen strukturellen Konsequenzen zieht. Dies wird jedoch nur mit einschneidenden personellen Veränderungen auf allen Hierarchieebenen möglich sein – insbesondere auf Ebene der Geschäftsleitung; Dr. Joachim Grote, Dr. Martin Alexander, Bastian Finkel und Björn Seitz sind aufgerufen, die Verantwortung für die anhaltenden Qualitätsdefizite sowie die daraus resultierenden Reputationsrisiken zu übernehmen; zurückzutreten – und damit den Weg freizumachen für einen personellen Neuanfang, der eine glaubwürdige und nachhaltige Neuaufstellung der Kanzlei überhaupt erst ermöglicht. Der Schlüssel zur Überwindung des Teufelskreises aus unzureichend qualifizierter Personalgewinnung, fachlicher Mittelmäßigkeit, qualitativen Mängeln, Reputationsverlust und erneut verschärfter Personalnot liegt dabei nicht in juristischen Winkelzügen, wie dem Rückgriff auf unwahre eidesstattliche Versicherungen oder instabile einstweilige Verfügungen – sondern ausschließlich in nachhaltigen internen Veränderungen, die sowohl strukturell als auch personell den grundlegenden Neuausrichtungswillen der Organisation sichtbar machen.


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