Der richtige Umgang mit dubiosen Anwälten – Warnsignale erkennen und sich schützen

Was, wenn man es auf der Gegenseite mit einer Kanzlei zu tun hat, die mit fragwürdigen Methoden arbeitet? Besonders von Versicherungen werden oft Anwälte beauftragt, deren Ziel nicht die Wahrheitsfindung, sondern die maximale Anspruchsabwehr für ihre Mandanten ist – unabhängig von ethischen oder rechtlichen Grenzen.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Strategien dubiose Kanzleien nutzen, um ihre Gegner zu zermürben, und wie Sie sich dagegen wehren können.

Typische Methoden dubioser Anwaltskanzleien auf der Gegenseite

  1. Verzögerungstaktiken und Hinhaltetaktik
    Ein häufig genutztes Mittel ist das absichtliche Verzögern von Verfahren. Ziel ist es, den Gegner finanziell und psychisch auszuhungern. Dies kann durch verspätete Schriftsätze, immer neue Gutachten oder gezielte Fristverlängerungsanträge geschehen. Wie man sich schützt:
    • Fristen immer genau überwachen und Versuche der Verzögerung klar dokumentieren.
    • Falls nötig, das Gericht auf unzulässige Hinhaltetaktiken hinweisen.
    • Bei unangemessenen Verzögerungen eine „Untätigkeitsklage“ oder eine „Sachstandsanfrage“ in Erwägung ziehen.
    • Verzögerungstaktiken zielen meist darauf ab, dass der Versicherte irgendwann stirbt, aufgibt oder ein niedriges Vergleichsangebot annimmt.
  2. Fehlinterpretationen und Verdrehungen von Tatsachen
    Manche Kanzleien sind Meister darin, Aussagen zu verdrehen oder so zu formulieren, dass eine eigentlich harmlose Situation gegen die betroffene Person verwendet werden kann. Dies geschieht besonders häufig in Auseinandersetzungen mit Versicherungen oder bei Schadensersatzforderungen. Wie man sich schützt:
    • Alle eigenen Aussagen sorgfältig abwägen und idealerweise schriftlich festhalten.
    • Mündliche Kommunikation möglichst vermeiden oder protokollieren.
    • Dokumente vor der Weitergabe an die Gegenseite von einem eigenen Anwalt prüfen lassen.
  3. Einsatz fragwürdiger Gutachter
    Eine beliebte Strategie ist die Beauftragung von Gutachtern, die in der Vergangenheit regelmäßig zu Gunsten einer bestimmten Partei entschieden haben. Besonders im Bereich von Versicherungsfällen und Berufsunfähigkeitsprozessen ist dies ein bekanntes Muster. Wie man sich schützt:
    • Gutachten genau prüfen und auf Widersprüche oder fachliche Fehler achten.
    • Eigene Gegengutachten einholen, wenn Zweifel an der Unabhängigkeit bestehen.
    • Nachforschen, ob der Gutachter in der Vergangenheit auffällig einseitige Bewertungen abgegeben hat.
  4. Druck durch übermäßige Forderungen oder Drohkulissen
    Manche Kanzleien versuchen, ihre Gegner einzuschüchtern, indem sie überhöhte Forderungen stellen oder mit Konsequenzen drohen, die juristisch kaum haltbar sind. Wie man sich schützt:
    • Nicht vorschnell nachgeben, sondern immer eine rechtliche Einschätzung einholen.
    • Unangemessene Drohungen ignorieren und sich nicht unter Druck setzen lassen.
    • Falls nötig, eine Beschwerde bei der Rechtsanwaltskammer einlegen und den Entzug der Berufslizenz beantragen.
  5. Täuschung durch komplexe, schwer verständliche Schriftsätze
    Einige Kanzleien nutzen eine übermäßige juristische Fachsprache oder verschachtelte Formulierungen, um ihre Gegner zu verwirren und sie zu vorschnellen Entscheidungen zu bewegen. Wie man sich schützt:
    • Niemals Dokumente ungeprüft unterschreiben oder sich zu Aussagen drängen lassen.
    • Falls ein Schriftsatz unklar ist, eine zweite Meinung einholen.
    • Klare und einfache Antworten bevorzugen, um keine Angriffsfläche zu bieten.

Fazit: Wachsam bleiben und sich vernetzen

Dubiose Anwaltskanzleien setzen oft auf Erschöpfung, Verwirrung und Einschüchterung. Wer sich gut vorbereitet, professionellen Rat einholt und sich mit anderen Betroffenen vernetzt, kann sich besser gegen diese Methoden wehren. Besonders bei Auseinandersetzungen mit großen Unternehmen oder Versicherungen ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht von vermeintlicher juristischer Überlegenheit einschüchtern zu lassen. Besonders zu empfehlen ist das Forum Unfallopfer.de, auch, wenn es bei Ihnen nicht um einen Unfall, sondern um Versicherungsansprüche aus anderen Gründen geht. Bei Unfallopfer.de geht es vor allem um fragwürdige Methoden von Anwälten und Gutachterinnen.

BLD ist eine der Kanzleien, die oft im Zusammenhang mit Versicherungsprozessen genannt werden. Daher ist es besonders wichtig, genau hinzusehen, wenn eine solche Kanzlei auf der Gegenseite steht. Wer betroffen ist, sollte sich umfassend informieren und sich gegebenenfalls mit anderen vernetzen, um Erfahrungen auszutauschen.

Vergleichsangebote von Versicherungen – Ein Zeichen von Schwäche?

Wenn eine Versicherung einen Vergleich anbietet, mag das auf den ersten Blick wie eine großzügige Geste erscheinen. Tatsächlich ist es jedoch oft ein Hinweis darauf, dass die Versicherung selbst Zweifel an ihrer eigenen Position hat und ein für sie ungünstiges Urteil vermeiden möchte. Besonders bei langwierigen oder strittigen Fällen versuchen Versicherungen, sich mit einer einmaligen Zahlung aus der Affäre zu ziehen – oft zu einem Betrag, der weit unter dem liegt, was dem Anspruchsteller tatsächlich zusteht.

Warum bieten Versicherungen Vergleiche an?

Ein Vergleich bedeutet für eine Versicherung in der Regel:

  • Planbarkeit: Sie können das finanzielle Risiko besser einschätzen, anstatt sich einem ungewissen Urteil auszusetzen.
  • Einsparungen: Viele Versicherungen kalkulieren damit, dass der Kunde sich mit weniger zufriedengibt, als ihm eigentlich zusteht.
  • Vermeidung von Präzedenzfällen: Ein Urteil gegen die Versicherung könnte als Grundlage für weitere Klagen genutzt werden.
  • Strategische Prozessführung: Manche Versicherungen machen Vergleichsangebote, wenn sie ahnen, dass ihr eigener Standpunkt schwach und angreifbar ist oder dass eine Klage Aussicht auf Erfolg hätte.

Wie sollte man auf ein Vergleichsangebot reagieren?

  1. Vergleich nicht vorschnell annehmen
    Auch wenn der Betrag verlockend erscheint, ist eine genaue Prüfung wichtig. Oft sind Vergleichsangebote absichtlich mit einer Einmalsumme (statt einer langfristigen Rentenzahlung) angesetzt, da es attraktiver wirkt und der Versicherung langfristig dennoch Geld sparen kann.
  2. Rechtliche Beratung einholen
    • Ein spezialisierter Anwalt kann einschätzen, ob das Angebot angemessen ist oder ob die Chancen auf eine höhere Zahlung durch ein Gerichtsverfahren besser stehen.
    • Auch eine kostenlose Beratung bei Verbraucherzentralen kann erste Hinweise geben, ob der Vergleich fair ist.
  3. Fristen beachten, aber nicht unter Druck setzen lassen
    Manche Versicherungen setzen extrem kurze Annahmefristen, um Druck aufzubauen. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern – ein Vergleich kann immer noch nachverhandelt oder gerichtlich durchgesetzt werden.
  4. Einschätzen, wie stark die eigene Position ist
    • Falls es ein unabhängiges Gegengutachten gibt, das bessere Chancen auf eine höhere Entschädigung verspricht, sollte ein Vergleich sehr genau geprüft werden.
    • Hat die Versicherung bereits mehrfach gezögert oder Anträge verschleppt, könnte das ein weiteres Indiz dafür sein, dass sie selbst an ihrer Position zweifelt.
  5. Nachverhandeln!
    • Viele Versicherungen setzen zunächst auf ein niedriges Angebot, um zu testen, ob der Kunde sich darauf einlässt.
    • Wer sich nicht mit der ersten Summe zufriedengibt und einen höheren Betrag fordert, hat oft gute Chancen, mehr zu erhalten.
  6. Das Kleingedruckte lesen – keine versteckten Fallen akzeptieren
    • Ein Vergleich beinhaltet oft eine Abfindungsklausel, die zukünftige Ansprüche ausschließt.
    • Manche Klauseln können so formuliert sein, dass nicht nur der aktuelle Fall, sondern auch weitere mögliche Ansprüche ausgeschlossen werden.

Fazit: Ein Vergleich ist oft ein Zeichen von Schwäche

Wenn eine Versicherung einen Vergleich anbietet, liegt es selten an Großzügigkeit. Vielmehr deutet es darauf hin, dass sie ihre eigene Position als nicht stark genug ansieht, um ein Gerichtsverfahren zu gewinnen. Wer ein solches Angebot erhält, sollte es daher immer als Verhandlungsbasis betrachten – nicht als endgültige Lösung. Ein zu schnelles Nachgeben kann dazu führen, dass berechtigte Ansprüche nicht vollständig durchgesetzt werden.

Gerade in Auseinandersetzungen mit Kanzleien wie BLD, die für Versicherungen tätig sind, ist es wichtig, Vergleiche genau zu prüfen. Denn wenn eine Versicherung mit juristischer Unterstützung ein Angebot macht, steckt dahinter meist eine Strategie – die nicht zwingend im besten Interesse des Anspruchstellers liegt.




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